Baugesuch ist eingereicht

Baugesuch ist eingereicht

Ein weiterer wichtiger Meilenstein für die Umnutzung des Schlosses Burgdorf ist gesetzt: Der Stiftungsrat hat das Baugesuch eingereicht. Dieses wird in den nächsten Tagen publiziert. Erfreut hat der Stiftungsrat zudem die Baubewilligung für die vorzeitigen Abbrucharbeiten, die im Zusammenhang mit archäologischen und denkmalpflegerischen Untersuchungen stehen, zur Kenntnis genommen. Damit können erste Bauarbeiten auf dem Schloss in Angriff genommen werden.

Die Baukommission der Stiftung Schloss Burgdorf und das zuständige Architekturbüro Atelier G + S Architekten und Planer AG haben in den letzten Monaten hinter den Kulissen intensiv gearbeitet. Die Erstellung des Baugesuchs für die Umnutzung des historischen Baudenkmals erforderte aufwändige Abklärungen und zusätzliche Unterlagen und Fachberichte, welche bei andern Bauvorhaben nicht notwendig sind. Jetzt ist das Dossier komplett und das entsprechende Baugesuch bei der städtischen Baudirektion eingereicht. Diese wird es dem Regierungsstatthalteramt zur Prüfung und Bewilligung weiterleiten.

«Damit haben wir einen weiteren Meilenstein gesetzt», freut sich Stiftungsratspräsident Dr. Markus Meyer, «wir sind mit unserm Projekt auf Kurs.» Nach der Publikation des Gesuchs läuft die übliche Einsprachefrist von 30 Tagen. Parallel dazu prüft das Regierungsstatthalteramt das umfangreiche Dossier. Wie lange diese Arbeiten dauern, ist im Moment noch offen. Der Stiftungsrat ist aber aufgrund seiner bisherigen Erfahrungen überzeugt, dass sie rasch von Statten gehen.

Schon das im November eingereichte Gesuch um vorzeitige Abbrucharbeiten wurde zügig bearbeitet und liegt bereits vor. Damit können erste Bauarbeiten auf dem Schloss beginnen. Dies ist deshalb so wichtig, weil der Untergrund der betroffenen Abbruchbereiche wenig erforscht ist. Mit dem vorzeitigen Abbruch wird den Archäologen ausreichend Zeit für ihre Abklärungen eingeräumt, ohne dass dadurch das Bauprojekt verzögert wird. «Für uns hat der sorgfältige Umgang mit der historischen Bausubstanz höchste Priorität,» sagt Stiftungsratspräsident Meyer dazu, «deshalb sollen die Fachleute über jene Zeit verfügen, welche sie benötigen.»

16.9.2017: Schlüsselübergabe vom Kanton Bern an die Stiftung Schloss Burgdorf

16.9.2017: Schlüsselübergabe vom Kanton Bern an die Stiftung Schloss Burgdorf

Es ist so weit! Am Samstag, den 16. September 2017, übergibt der Kanton Bern das Schloss Burgdorf an die Stiftung. Damit bricht für das Schloss Burgdorf eine neue Epoche an. War es in den letzten Jahrhunderten besetzt durch Herzöge, Landvögte und schliesslich durch die kantonale Verwaltung, öffnet es nun seine Tore. Es wird zum Schloss für alle. Der künftige Nutzungsmix mit Jugendherberge, Museum, Gastronomie und städtischem Trauungszimmer ist geradezu ideal und attraktiv für Menschen jeden Alters, für Gäste aus nah und fern.

Der 16. September 2017 ist für die Stiftung Schloss Burgdorf ein Freudentag. Dieser Meilenstein wird mit einem offiziellen Festakt begangen. Geladene Gäste wohnen der Schlüsselübergabe bei. Dieser denkwürdige Anlass motiviert alle involvierten Kreise, das Projekt «das Schloss für alle» unter Hochdruck und mit viel Enthusiasmus voranzutreiben.

10.9.2017: Tage des Denkmals – Verloren geglaubter Schatz und Schlosswirtschaft

10.9.2017: Tage des Denkmals – Verloren geglaubter Schatz und Schlosswirtschaft

Der diesjährige europäische Tag des Denkmals steht unter dem Motto „Macht und Pracht“. Klar, dass aus diesem Anlass auf Schloss Burgdorf ebenfalls Führungen stattfinden. Und sie sind diesmal ganz besonders interessant: Es bietet sich nämlich die einmalige Gelegenheit, die bisher verloren geglaubten grandiosen Wandmalereien zu bestaunen. Zudem orientieren die Projektverantwortlichen über die spannende neue Nutzung des Schlosses, welche eine Jugendherberge, ein völlig neugestaltetes Museum und ein Restaurant vorsieht.

Schlosswirtschaft
Sonntag 10.9.2017 ab 9.30 Uhr
Für Hungrige und Durstige betreibt die Stiftung Schloss Burgdorf ab 9.30 eine Wirtschaft mit Produkten aus der Region.

Führungen zu den Wandmalereien 
Sonntag 10.9.2017 um 10, 12 und 14 Uhr (Dauer ca. 1 Std.)
Bei den Vorbereitungsarbeiten für den Umbau des Schlosses Burgdorf kamen grandiose Wandmalereien von 1686 zum Vorschein, die man bisher verloren glaubte. Von einer Vertäfelung des 18. Jahrhunderts verdeckt, blieben die hervorragenden Grisaille-Malereien in einem praktisch unversehrten Zustand erhalten. Es bietet sich die einmalige Gelegenheit, die Malereien und weitere sehenswerte Details im Schloss zu bestaunen und Einblick in das Projekt zur Zukunft des Schlosses zu erhalten. Führung durch Michael Gerber, Kantonaler Denkmalpfleger, Matthias Kilchhofer, Restaurator SKR, und Atelier G+S Architekten. Im Anschluss an die Führung um 14 Uhr kann die Führung «Macht und Recht: Orte der Gerichtsbarkeit» besucht werden.

Führung Macht und Recht: Orte der Gerichtsbarkeit
Sonntag 10.9.2017, 16 Uhr (im Anschluss an Schloss-Führung, Dauer ca. 1 Std.)

Wir verlassen das Schloss, wo bernische Schultheissen einst als oberste Gerichtsherren der Landvogtei Burgdorf wirkten, über den Armsünderweg und spazieren in die Oberstadt zum Stadthaus, dem ehemaligen Rathaus und Sitz des städtischen Gerichts. Bei der Kirche erinnern wir uns an das Chorgericht, das früher sittliche Verfehlungen der Burgdorfer ahndete.

Informationen

ÖV: Ab Hauptbahnhof Burgdorf oder Bahnhof Burgdorf Steinhof ca. 15 bis 20 Min. Fussweg, Keine Parkplätze vorhanden, bitte Parkhaus Oberstadt benutzen
Organisation: Stiftung Schloss Burgdorf und Denkmalpflege des Kantons Bern und Rittersaalverein Burgdorf
Ein schlossartiges Bier zur Renovation

Ein schlossartiges Bier zur Renovation

Die vor der Tür stehende, umfassende Renovation hat jetzt die Burgdorfer Gasthausbrauerei auf den Plan gerufen: Weil das Burgdorfer Bier das Schloss in seinem Logo führt und sich die Brauer ihrem Standort in besonderem Masse verpflichtet fühlen, halten sie es für selbstverständlich, dem wichtigen Renovationsprojekt ein eigenes Bier zu widmen und mit jeder davon verkauften Flasche einen bescheidenen Beitrag in Höhe von 20 Rappen dazu zu leisten. Die Idee ist auf fruchtbaren Boden gefallen und unter Vermittlung der Burgdorfer Behörden haben die Verantwortlichen der Gasthausbrauerei rasch und unkompliziert eine erfolgsversprechende Zusammenarbeit mit den Schweizer Jugendherbergen etablieren können. Das Schlossbier wird über die nächsten drei Jahre jeweils im Herbst für eine begrenzte Zeit erhältlich sein.

Das an den Berner Mutz an der Schlossfassade angelehnte Braunbier präsentiert sich im Glas rötlich-braun. Im Geruch findet sich ein Mix aus malzigen Noten, Hopfenwürze und Nuancen von Aprikose und Erdbeere. Vollmundig-weich gleitet das Schlossbier über die Zunge. Dort löst die angenehme Hopfenbittere rasch die Malzsüsse ab, um Lust auf den nächsten Schluck zu machen. Im Nachtrunk bleibt das Malzaroma retronasal erhalten, derweil der Gaumen noch lange vom Hopfen umspielt wird.

Das Burgdorfer Schlossbier passt hervorragend zu herbstlich-herzhaften Speisen wie etwa Kürbiscremesuppe und Braten. Das neue Spezialbier der Burgdorfer Gasthausbrauerei ist das schlossartigste Bier seit der Erlegung des Drachens im Felsen durch die Brüder Sintram und Bertram.

Vollzähliger Stiftungsrat Schloss Burgdorf

Vollzähliger Stiftungsrat Schloss Burgdorf

In wenigen Jahren wird das Schloss Burgdorf zu neuem Leben erwachen und erstmals in seiner Geschichte hauptsächlich der Öffentlichkeit zugänglich sein. Dafür verantwortlich
ist die im Februar 2016 von der Stadt Burgdorf errichtete Stiftung Schloss Burgdorf, die das
Schloss vom Kanton übernehmen wird.

Bereits im vergangenen Dezember 2015 könnte der Präsident
des Stiftungsrates, Dr. Markus Meyer, der Öffentlichkeit vorstellt werden. Als Stellvertreterin steht ihm Elisabeth Zäch zur Seite, die bis Ende Jahr Stadtpräsidentin ist. Inzwischen konnten für alle sieben Stiftungsratssitze ausgewiesene Fachspezialistinnen und Fachspezialisten gefunden werden. Der Stiftungsrat setzt sich wie folgt zusammen:

  • Dr. iur. Markus Meyer (Präsident), Roggwil, Rechtsanwalt, Leiter Bracher & Partner, Advokatur und Notariat in Langenthal
  • Elisabeth Zäch, Burgdorf, Stadtpräsidentin (bis Ende 2016) und Inhaberin der Buchhandlung Langlois
  • Ueli Arm, Burgdorf, Architekt, Mitinhaber und Geschäftsführer der Kaufmann und Arm AG, Architekten und Planer
  • Peter Baumgartner-Huber, Zürich und in St. Ursanne, Architekt, Stv. Denkmalpfleger des Kantons Zürich (bis August 2016)
  • Beatrice Imboden-Engler, Bern, Hotelière, Pächterin der Hotels Bären (bis 2015) und Bristol in Bern
  • Reto Heiz, Bern, Volkswirtschafter, Leiter UBS Region Bern
  • Susanne C. Jost, Bern, Sozialantropologin, Kuratorin, Geschäftsleiterin des Vereins Museen in Bern (mmBE).

Bild vlnr: Reto Heiz, Beatrice Imboden-Engler, Ueli Arm, Elisabeth Zäch, Dr. iur. Markus Meyer, Peter Baumgartner-Huber, Susanne C. Jost

Es ist geglückt!

Es ist geglückt!

Nach dem Willen des Grossen Rates soll das Projekt Offenes Schloss Burgdorf mit einer Jugendherberge, Museen, Gastronomie und Trauungslokal definitiv realisiert werden. Zur grossen Freude der Stadt Burgdorf stimmte der Grosse Rat den Kantonsbeiträgen für die Umnutzung des Schlosses Burgdorf einstimmig zu.

Am 14. September 2015 machte es der Stadtrat von Burgdorf dem Grossen Rat vor: er hiess einstimmig den städtischen Beitrag in Höhe von 2.25 Mio. Franken für die Umnutzung des Schlosses gut. Heute ist ihm der Grosse Rat des Kantons gefolgt und genehmigte ebenfalls einstimmig mit 134:0 Stimmen die Kantonsbeiträge von insgesamt 9.4 Mio. Franken. Zusammen mit den Sponsorenzusagen sind jetzt praktisch alle notwendigen Mittel für das 14 Mio.-Vorhaben gesichert, so dass mit der Umsetzung gestartet werden kann.

Ein wichtiger nächster Schritt ist die Errichtung der Stiftung Schloss Burgdorf. Ihr wird der Regierungsrat die ganze Schlossliegenschaft widmen und die bewilligten Beiträge ausrichten. Die Stiftung wird das Umbauvorhaben zwischen 2016 und 2018 durchführen. Nach der Eröffnung des Schlosses voraussichtlich im Frühjahr 2019 wird sie gemeinsam mit den schweizerischen Jugendherbergen und den Museen im Schloss für den Betrieb und Unterhalt des Schlosses sowie für den öffentlichen Zugang sorgen. Aus dem ehemaligen Amtssitz wird ein belebter und geschichtsträchtiger Ort für Jung und Alt und mit Ausstrahlung in die Region, die Schweiz und das benachbarte Ausland.