Die wichtigsten geschichtlichen Daten

Um 1200
Ende des 12. Jahrhunderts gründeten die Herzöge von Zähringen die Stadt Burgdorf und liessen an Stelle einer hochmittelalterlichen Festung ein repräsentatives Residenzschloss auf dem Sandsteinfelsen an der Emme errichten. Die heute noch bestehenden zwei Haupttürme und die grosse Halle wurden damals in modernster Backsteintechnik erstellt.

1218 – 1383
Das Grafenhaus Kiburg beerbte das ausgestorbene Zähringergeschlecht, bezog seinen Herrschaftssitz in Burgdorf und erweiterte Schlossanlagen und Stadt.

1384 – 1798
Nach dem verlorenen Burgdorferkrieg 1383 mussten die Kiburger ihre Grafschaft Burgdorf an die aufstrebende Stadtrepublik Bern verkaufen, die auf dem Schloss einen bernischen Schultheissen installierte. Im 15. bis 18. Jahrhundert nahm der Staat Bern bauliche Änderungen an der Schlossanlage vor. In dieser Epoche wurden z.B. der Torturm neu errichtet, die grosse zähringische Halle unterteilt sowie die Wohn-, Verwaltungs- und Ökonomiebauten den Zeitbedürfnissen angepasst.

1800 – 1804
Nach dem Untergang der Alten Eidgenossenschaft 1798 stand die Burg grösstenteils leer, so dass der Pädagoge Johann Heinrich Pestalozzi in der Zeit der Helvetik neuartige Schulinstitute auf Schloss Burgdorf betreiben durfte und daneben eine reiche schriftstellerische Tätigkeit entfalten konnte.

1804 – 2012
Nach der Rückkehr zur alten Ordnung nutzte der Kanton Bern als Eigentümer der Schlossliegenschaft die Lokalitäten für Verwaltungszwecke. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts waren Regierungsstatthalteramt, Gericht und Regionalgefängnis des Amtsbezirks Burgdorf auf dem Schloss untergebracht.

1886
Der Rittersaalverein Burgdorf eröffnet im Schloss ein historisches Regionalmuseum und vergrössert stetig seine Sammlung von kulturhistorisch interessanten Objekten.

2000
Im ehemaligen Verlies im Wehrturm wird das Helvetische Goldmuseum eingerichtet, als erste Institution dieser Art in der Schweiz.

2001
Das seit 1909 in Burgdorf bestehende Museum für Völkerkunde bezieht neue Ausstellungsräume im Schloss.

2017
Die Umnutzung in ein offenes Schloss mit Museum, Jugendherberge, Restaurant und Trauzimmer beginnt.