Foto: Talal Burger
Wer entscheidet, was gesammelt wird – und warum? Für die Entwicklung eines interaktiven Ausstellungsteils sucht das Museum Menschen aus der Region Burgdorf und Emmental, die ihre Perspektiven, Ideen und Erfahrungen einbringen möchten.
Foto: Talal Burger
Das Museum Schloss Burgdorf versteht sich als Ort des Austauschs und der Mitgestaltung. Es bezieht die Bevölkerung regelmässig in Projekte ein und schafft Raum für unterschiedliche Perspektiven. Auch bei der kommenden Ausstellung sollen Stimmen aus der Region präsent sein. Die Ausstellung widmet sich den drei Sammlungen des Museums – der Sammlung Rittersaalverein, der Goldkammer Schweiz und der Ethnologischen Sammlung – und erzählt, wie diese entstanden sind, wie Sammlungsarbeit funktioniert und welche Geschichten hinter den Objekten stecken. Gleichzeitig wirft sie einen Blick hinter die Kulissen der Museumsarbeit und stellt grundlegende Fragen: Wozu braucht es Sammlungen? Was macht sie wertvoll? Und wie möchten wir in Zukunft von unserer Vergangenheit erzählen?
Für die Entwicklung eines Mitmachelements in der Ausstellung sucht das Museum Menschen ab 15 Jahren mit Bezug zur Region Burgdorf oder Emmental. Gemeinsam mit anderen Teilnehmenden gestalten sie den interaktiven Teil der Ausstellung und bringen ihre Sichtweisen ein. Begleitet werden sie dabei von Fachpersonen des Museums. «Wir möchten nicht nur über Sammlungen sprechen, sondern gemeinsam darüber nachdenken, was bewahrenswert ist und warum. Dafür brauchen wir Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen, die ihre Perspektiven in die Ausstellung einbringen», sagt Tamara Suter-Spinnler, die Projektleiterin. «Die Frage, wie wir unsere Vergangenheit sammeln und erzählen, betrifft uns alle.»
Die Arbeitsgruppe trifft sich zwischen August und Ende Oktober 2026 voraussichtlich fünfmal. Die Teilnehmenden erhalten einen exklusiven Einblick in die Museumsarbeit und ein kleines Sitzungshonorar. Der von der Arbeitsgruppe entwickelte Ausstellungsteil wird während mehrerer Jahre im Museum zu sehen sein. Gesucht werden Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen, Erfahrungen und Lebensrealitäten. Interessierte benötigen keine Vorkenntnisse – gefragt sind Neugier, Offenheit und die Bereitschaft, sich mit dem Ausstellungsthema auseinanderzusetzen.
Anmeldungen sind bis zum 5. Juli 2026 möglich. Die Anzahl der Plätze ist begrenzt. Nach Ablauf der Anmeldefrist stellt das Museum die Arbeitsgruppe aus den eingegangenen Bewerbungen zusammen.
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